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DM Aachen: Das Fernziel heißt London

Sascha Klein will 2012 zu den Olympischen Spielen. Die DM der Wasserspringer in Aachen ist für den 23-Jährigen das Sprungbrett auf dem Weg zur WM.

 

Aachen. Anfang Juni 2006, DM in Aachen "Ich wundere mich, dass die jungen Wilden noch icht vorbeigezogen sind", sagt Heiko Meyer (Dresden) und zeigt auf einen jungen Mann mit scharz-rot-goldenen Haaren. "Der da, er wird der Erste sein, der mich vom Thron schubst." Der da - das war Sascha Klein, 20 jahre alt, Meyers Synchronpartner und das hoffnungsvollste deutsche Talent vom Turm. Schon einen Tag darauf wurde Meyers Prophezeihung wahr: Klein wurde erstmals Deutscher Meister und machte kurz darauf an Meyers Seite mit Synchron-Silber bei der EM in Budapest auch international von sich reden.

Ende Mai 2009, wieder beginnt am Donnerstag vor Pfingsten die DM der Wasserspringer in Aachen. Wieder ist Sascha Klein dabei, doch die Vorzeichen sind ganz andere. Aus dem Talent ist einer der besten Turmspringer der Welt geworden, der unter anderem Synchron-Silber an der Seite seines neuen Berliner Partners Patirck Hausding bei Olympia in Peking gewann und mit dem Weltcup-Sieg an gleicher Stelle sogar in China bekannt wurde. 2009 fokusiert sich bei Sascha Klein alles auf die WM Mitte Juli in Rom, die DM in Aachen ist das Sprungbrett auf dem Weg dahin.

Die schwarz-rot-goldenen Haare sind verschwunden, Klein ist erwachsen geworden - und selbstbewusster. "Früher war ich schon schüchtern. Heute gehe ich auf die Menschen zu, sage meine Meinung, diskutiere und lasse mir nicht mehr alles gefallen", sagt der 23 Jahre alte Alsdorfer mit einem Schmunzeln. "Aber ich bin keiner, der wegen seines Erfolges abhebt. Ich stehe immer noch nicht gerne im Mittelpunkt. Ich will nur meinen Sport machen."

Dass er da mal stehen würde, war so nicht geplant. "Ich wollte einfach ein bisschen springen. Aber auf einmal hat mich der Ehrgeiz gepackt. Ich kann mich zwar ganz gut quälen, aber nicht immer", gibt Klein zu, denn der Erfolg ist mit viel Training sehr hart erarbeitet. Aus seiner Leidenschaft hat Klein einen "Beruf" gemacht - als Sportsoldat hat er sich bis 2012 verpflichtet. 2012 sind die Spiele in London - das angestrebte Fernziel.

Das Nahziel ist jedoch die WM. Acht Wettbewerbe in sieben Wochen, Auftritte auf drei Kontinenten - die Vorbereitung auf das Championat in Rom ist lang und hart. Aber bisher erfolgreich. Zweite und dritte Plätze bei den World-Series-Turnieren, Synchron-Gold vom Turm bei der EM in Turin und zuletzt nur knapp geschlagen Platz 2 vom Turm beim Grand Prix in Fort Lauderdale. Es war das erste Mal seit rund neun Monaten, dass Klein wieder alleine in zehn Meter Höhe kletterte. Das erste Mal nach dem verpassten Olympia-Finale. Als einer der Favoriten war der 23-Jährige nach seinem Weltcup-Sieg und Synchron-Silber in Peking vom Turm angetreten. "Ich bin damals innerlich durchgedreht. Wir hatten so eine lange und harte Vorbereitung, zuerst in Aachen, dann in China." In den Synchron-Wettbewerben lief es gut, aber dann musste Klein eineinhalb Wochen bis zu seinem Einzelspringen warten. "Und auf einmal hat mein Kopf im Training nicht mehr mitgemacht. Auf einmal klappte nichts mehr." Und das Aus kam schon in der Vorrunde. Abgehakt - der Kopf ist wieder frei. neun Monate sprang er nicht mehr einzeln vom Turm - und meldete sich in fort Lauderdale eindrucksvoll zurück, sprang in den Kreis der WM-Favoriten.

Eine reine Formsache

"Es gibt immer mehr Turmspringer, die gewinnen können, acht bis zehn derzeit. Man muss nicht nur einen guten sonderen den besten Tag erwischen", relativiert Klein seine Chancen - und fügt hinzu: "Ich weiß, dass ich unter die ersten Sechs springen kann."

Auf dem Weg nach Rom ist die DM diesmal nur eine Pflichtaufgabe, die WM-Tickets einzeln und synchron vom Turm zu holen, reine Formsache. Er freut sich sehr auf die DM, denn endlich ist er wieder mal vier Wochen am Stück zu Hause,  ehe er in die Trainingslager nach Berlin und Mallorca muss. "Es ist nicht immer enfach, so viel unterwegs zu sein", seufzt Klein, der 2009 schon in Dubai, China, Italien, England, Mexiko und den USA gesprungen ist. Seine neue Wohnung in Aachen, in die er zu Beginn des Jahres mit Freundin Franziska gezogen ist, konnte er noch nicht wirklich genießen, erst nach der WM geht es in die Ferien. Zumindest zum "Jahrestag" wird Sascha Klein diesmal in Aachen sein: Denn Franziska hatte er an jenem bedeutsamen Juni-Tag 2006 kennengelernt, an dem er den "alten König" vom Turm stürzte und sich selbst die Krone aufsetzte...

Sascha Klein: "Ich habe meinem Trainer Boris Rozenberg viel zu verdanken.
Er hat mir oft in den Hintern getreten, wenn ich zu wenig getan habe."

Quelle: Aachener Nachrichten/Aachener Zeitung