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Wissenswertes über das Wasserspringen in Aachen

 

Die Talentsichtung / Talentförderung (TS/TF) am LLStP/BStP Aachen

Jährlich sichtet der SV Neptun Aachen zwischen den Herbst- und Weihnachtsferien rund 800 Kinder der 1. Klasse an 20 Aachener Grundschulen. In Absprache mit den Schulen werden die einzelnen Schulklassen von den Trainern und ehrenamtlichen Mitarbeitern des SV Neptun Aachen hierzu mit Kleinbussen von den Schulen zu einer Turn- und Übungsstunde in den Trainingsanlagen des Landesleistungs- und Bundesstützpunkts Aachen abgeholt.

Nach Abschluss dieser Sichtungsstunden erhalten die 150 aus Sicht unserer Trainer geeignetsten Kinder eine Einladung zu einem einjährigen Training. In der Regel nehmen jährlich rund 80 Kinder in 4 bis 6 Trainingsgruppen dieses Training auf, das zweimal pro Woche jeweils zwei Stunden stattfindet. Das Training ist kostenlos, die Kinder müssen in diesem ersten Trainingsjahr nicht Vereinsmitglied werden.

Nach dem ersten Jahr haben sich die Sichtungsgruppen meist auf 40 bis 50 % der ursprünglichen Teilnehmer/innen reduziert. Die Kinder, die weiterhin Interesse haben, setzen das Training nun als Mitglieder des Vereins mit der gleichen Zeitintensität (zweimal pro Woche je zwei Stunden) fort. In diesem Jahr nehmen sie meist auch schon am NRW-Springertag und ihrer ersten Kadersichtung teil.

Ab dem dritten Jahr entscheiden sich die Sportler/innen für die Fortsetzung ihres Trainings in einer Leistungssport- oder in einer Breitensportgruppe. Die Trainingsumfänge nehmen nun individuell zwar unterschiedlich, aber insgesamt deutlich zu. Ziel der Talentsuche / Talentförderung ist es, in jedem der beiden Jahrgänge der D-Jugend (10- und 11-Jährigen) jeweils zwei bis drei Mädchen und Jungen zur erfolgreichen Teilnahme am jährlichen DSV-Sichtungswettkampf und DSV-Bundesstützpunktvergleich zu befähigen. Aus diesem Kreis gehen auch die späteren Kadersportler/innen hervor.

Kriterien bei der TS/TF

Zunächst wählen die Trainer/innen nach der ersten Übungsstunde die 150 geeignetsten Kinder der 800 gesichteten nach allgemeinen Voraussetzungen für den Einstieg in das Wasserspringen aus. Kriterien sind z.B. Körperwuchs, allgemeine Beweglichkeit, Mut. Entscheidend danach sind die Eindrücke im Training und die zunehmenden Wettkämpfe und Kadertests auf Landes- und Bundesebene, zu denen auch Wettkampfanteile an Land gehören, bei denen die allgemeinen körperlichen und athletischen Voraussetzungen für das Wasserspringen überprüft werden.

Das Trainerteam am LLStP/BStP Wasserspringen Aachen

Die Bundesstützpunkte Wasserspringen mit ihren integrierten Landesleistungsstützpunkten haben von der Talentsuche / Talentsichtung über das Grundlagen- bis zum Hochleistungstraining die gesamte leistungssportliche Entwicklung der Athleten abzusichern. Um diese Aufgabe erfüllen zu, benötigen sie nach dem DSV-Leistungssportkonzept Wasserspringen mindestens vier hauptamtliche Trainer sowie drei Honorartrainer bzw. Übungsleiter. Um einen kontinuierlichen Kadernachlauf abzusichern, sind an jedem BStP sogar fünf hauptamtliche Trainer/innen erforderlich und an einigen auch vorhanden. Die neuen DSV-Vorgaben, wonach die BStP ab 2005 in jedem Jahr mindestens je drei zehnjährige und drei elfjährige Mädchen und Jungen zur Teilnahme am Bundesstützpunktvergleich zu befähigen haben, sind nur mit fünf hauptamtlichen Trainer/innen erfüllbar.

Am BStP/LLStP Aachen arbeiten z.Z. vier hauptamtliche Trainer. Anders als sonst üblich werden diese jedoch nicht vollständig über Bundes- und Landesmittel finanziert. Mischfinanzierungen über den OSP Köln/Bonn/Leverkusen, den LSB NRW und die Sportstiftung NRW sichern lediglich 2,5 der Trainerstellen finanziell ab. 1,5 Stellen muss der SV Neptun Aachen als Träger des BStP/LLStP Aachen mit enormem Aufwand auf unsicherer Basis über Sponsoren und Spenden selber finanzieren. Dies geschieht in erster Linie über die Ausrichtung von Deutschen Meisterschaften und internationalen Wettkämpfen (siehe beigefügte Liste, Anlagen 2 und 3), bei denen der Verein auf einen großen Stab ehrenamtlicher, völlig kostenlos arbeitender Mitarbeiter zurück greifen kann.

Die Trainingsstättensituation

Enorme Verbesserungen der Leistungssportstrukturen am LLStP/BStP Wasserspringen Aachen wurden in den letzten fünf Jahren durch bedeutsame Investitionen in die Trainingsstätte erzielt. Hierzu gehören (in Klammern die Fertigstellungstermine):

  • Verbreiterung der 10m-Plattform auf 3m für das Turm-Synchronspringen (2001),
  • Bau einer 3m-Synchron-Hydraulikanlage, für Trainingszwecke von 1m auf 3,5m hochfahrbar (2001),
  • Errichtung eines 0,8m-Trainingsbretts (2001),
  • Errichtung eines Anbaus an die Westhalle (2001) mit:
    • einem hochmodernen Kraftraum, abgestimmt auf die Bedürfnisse der Wasserspringer,
    • einem auch für Freizeitzwecke ausgerüsteten Versammlungsraum,
    • einer Küche,
    • einem Unterrichtsraum für das Teilinternat,
    • einem Trainerbüro,
    • einem Freizeitraum für die Athleten mit zwei kostenlos benutzbaren Computern mit Internet-Anschlüssen,
    • einer Sauna für die schnellere Regeneration nach intensiven Trainingsphasen und Wettkämpfen,
    • vier Schlafzimmern mit insgesamt 16 Betten für die Durchführung von Lehrgängen,
  • Errichtung einer 3m breiten festen Absprungstelle am Rand des Springerbeckens zur Einübung von synchronen Absprüngen (2002),
  • Errichtung einer variablen Hilfsplattform für Trainerhilfen bei Trainingssprüngen der jungen Sportler/innen (2002),
  • Anschaffung einer neuen, synchronfähigen Anzeigetafel (2002),
  • Errichtung einer neuen Akrobatikbahn in der Trockensprunghalle (2003) und
  • Errichtung eines zweiten Anbaus für zwei ebenerdige Trampoline und eine Zusatztribüne für größere Wettkämpfe (2004).

Im Sommer 2004 wird außerdem die 20 Jahre alte Schaumstoffsprunggrube erneuert.
Bei der Planung, Beschaffung der staatlichen Zuschüsse und bei der Realisierung hat der SV Neptun Aachen bei vielen Arbeitsschritten entscheidend geholfen. Bei den beiden Anbauten an die Westhalle musste der Verein die eigentlich von der Stadt Aachen zu erbringenden Anteile übernehmen und durch Überschüsse aus Veranstaltungen und Spenden insgesamt 175.000 € aufbringen. Dies hat den Verein enorme Kraft gekostet und war nur durch die guten Kontakte zu Aachener Firmen möglich, die der Aachener Traditionssportart auf dem Weg in eine erfolgreiche Zukunft helfen wollten.

 

Das Teilinternat am LLStP/BStP Wasserspringen in Aachen

Das Teilinternat am LLStP/BStP Wasserspringen in Aachen wurde mit Hilfe des Landes NRW, das die dort arbeitenden Lehrer finanziert, im Jahre 1999 eingerichtet. Seit der Eröffnung Anbaus an die Schwimmhalle West (für den der SV Neptun Aachen rd. 125.000 € an Spendengeldern bereit stellte) im Oktober 2001 bestehen auch räumlich sehr gute Voraussetzungen für den Betrieb des Teilinternats.

Die Sportler können nach der Schule direkt ins Teilinternat kommen, um hier auch sehr kostengünstig zu Mittag zu essen. Fünf Sportler/innen nehmen dieses Angebot regelmäßig, einige sporadisch wahr. Hierzu steht eine Betreuerin, eine Küche und ein großer Freizeitraum zur Verfügung. Die übrigen Athleten nehmen ihre Mittagsmalzeit zu Hause ein. Anschließend besuchen sie vor dem Training das Teilinternat.

Unterrichtet werden dort zurzeit 14 junge Kadersportler/innen. Sie erhalten Hausaufgabenbetreuung, Nachhilfe- und Stützunterricht, um schulische Defizite zu vermeiden oder die als Folge häufiger Lehrgangs- und Wettkampfbesuche eingetretenen abzubauen. Das schulische Angebot umfasst derzeit 31 Stunden, die von vier vom Land NRW finanzierten Lehrern der Nachfrage entsprechend in den Fächern Mathematik, Deutsch, Englisch, Französisch, Latein und Spanisch gegeben werden (siehe Anlage 9: Stundenplan). Darüber hinaus pflegt der Leiter des BStP einen intensiven Kontakt mit den Schulen, die von den Kaderathleten besucht werden.

Diese Form des Teilinternats hat sich sehr bewährt, da es in Aachen Bundeskaderangehörige nahezu ausschließlich in der Sportart Wasserspringen gibt. Zur Bildung einer oder mehrerer Sportklassen an unserer Partnerschule des Leistungssports (Couven-Gymnasium) oder an einer anderen Schule reicht dies quantitativ aber bei weitem nicht aus. Die spezielle Form des vom SV Neptun Aachen getragenen Teilinternats am BStP Wasserspringen hat sich für diesen Standort daher als optimal erwiesen.

Elternkontakte

Schon die intensive Mithilfe zahlreicher Eltern unserer Springer/innen bei der Ausrichtung der Wettkämpfe in der Aachener Westhalle garantiert einen stetigen Kontakt mit der Vereinsführung, den Trainern und Mitarbeitern am LLStP/BStP. Inzwischen haben die Eltern auch einen eigenen Arbeitskreis gebildet und einen Vertreter im Vorstand der Abteilung Springen des SV Neptun Aachen. Bei Bedarf finden Elternbesuche und Treffen der Eltern mit Trainern, der Vereinsführung und den betroffenen Sportlern im Stützpunkt statt. Zur Stärkung des Zusammenhalts und Einbindung der Mitarbeiter / Eltern finden nach allen größeren Wettkämpfen gesellige Mitarbeiterabende statt.

Integration von Ausländern

Seit etwa 10 Jahren trainieren zahlreiche Sportler/innen am LLStP/BStP Aachen, die in der Nähe der Westhalle wohnen und als Kinder von Spätaussiedlern aus Russland nach Deutschland eingewandert sind. Bei ihrer Integration, die nicht immer reibungslos verlief und auch heute noch manchmal zu Spannungen führt, war der Sport sehr hilfreich, zumal sie in einer von sozialen Spannungen geprägten Siedlung wohnen. Hilfreich bei der Integration und der Bewältigung von Konflikten war sicherlich die Einstellung unseres Trainers Alexander Neufeld im Mai 2001, der vier Jahre zuvor selbst als Spätaussiedler aus Weißrußland nach Deutschland gekommen war.
Mit Pascal Skibba, im Benin geboren und als Adoptivkind eines deutschen Entwicklungshelfers als Sechsjähriger nach Aachen und über die Sichtung an den Schulen zum SV Neptun gekommen, mussten unsere Springer/innen eine ganz neue soziale Erfahrung machen. Der inzwischen vielfache Deutschen Jugendmeister und Teilnehmer der JEM und JWM 2002 ist der einzige Farbige unter Deutschlands Wasserspringern. Er hatte z.B. an der Schule und bei seinen Bahnfahrten zwischen Wohn- und Trainingsort oft sehr negative Erlebnisse zu verkraften, über die ihm das sportliche Umfeld gut hinweg geholfen hat.

Unterstützung sozial schwacher Familien

Sozial schwächere Familien (z.B. Sozialhilfeempfänger, kinderreiche Familien mit geringerem Einkommen) werden durch den Verein unterstützt durch Fahrtkostenbeihilfen für ihre Leistungssport treibenden Kinder, die Freistellung von Vereinsbeiträgen und durch Vereinszuschüsse zu Trainingslehrgängen und Ferienmaßnahmen.

Weitere soziale Aktivitäten

In jedem Jahr richtet die Springerabteilung des Vereins zwei Mitarbeiterabende aus sowie eine Jahressiegerehrung, bei der die Springer/innen und Trainer/innen mit ihren Erfolgen des abgelaufenen Jahres im Mittelpunkt stehen. Außerdem unterstützt der Verein finanziell die jährlichen Sommererholungsmaßnahmen und die obligatorischen Konditions-Skilehrgänge aller Kadersportler/innen im Winter. Der große Versammlungs- und Freizeitraum im Anbau an die Westhalle wird für Freizeitaktivitäten der Sportler/innen (u.a. Billard- und zweitägige Computerturniere) sowie Jubiläums- und Geburtstagsfeiern der Athleten und Mitarbeiter/innen gut genutzt.