| 30./31. Jan 2010 | NRW-Hallenmeisterschaften A/B-Jugend+Offene+Masters 2010 | |
| 13./14. Feb. 2010 | NRW-Hallenmeisterschaften C/D-Jugend 2010 | |
| 27./28. März 2010 | 71. NRW-Springertag | |
| 17. April 2010 | 1. NRW-Kadersichtung 2010 [Ausschreibung] |
| 30./31. Jan 2010 | NRW-Hallenmeisterschaften A/B-Jugend+Offene+Masters 2010 | |
| 13./14. Feb. 2010 | NRW-Hallenmeisterschaften C/D-Jugend 2010 | |
| 27./28. März 2010 | 71. NRW-Springertag | |
| 17. April 2010 | 1. NRW-Kadersichtung 2010 [Ausschreibung] |
![]() |
| Sascha Klein - Sportler des Jahres 2008 Foto: Andreas Steindl / Michael Jaspers |
Die meisten Stimmen bei den Frauen kassieren die Boxerin Jessica Balogun, bei den Männern der Ringer Yashar Jamali, und in der Mannschaftswertung triumphieren die Judo-Frauen des Brander TV.
Sascha Klein, Vorjahressieger, erreicht diesmal Platz 2. 26,9 Prozent geben ihre Stimme dem erfolgreichen Wasserspringer des SV Neptun Aachen. Er gehörte auch nach den Olympischen Spielen 2008 zu den Titelhamstern in seiner Sportart. Dazu gehören die EM- und DM-Titel vom Turm Synchron. Im Sommer kam bei der offenen Deutschen Meisterschaft vor heimischer Kulisse auch Einzel-Gold vom Turm hinzu.
Der Olympia-Zweite stellt bei den nationalen Meisterschaften im Wasserspringen seine gute Form unter Beweis. Auch Pavlo Rozenberg, Norman Becker und Uschi Freitag ziehen zufriedene Bilanz.
Leipzig/Aachen. "Ja, das war schon alles ganz okay", sagt Sascha Klein und gestattet sich ein Grinsen. Der Olympia-Zweite von Peking hatte sich einige kleine Schwächen geleistet. Gerade so viele, dass die nationale Konkurrenz nicht in Depressionen versank, aber jeder sah, dass der 24-Jährige schon beim ersten frühen Saison-Highlight in sehr guter Form ist. Zwei Gold-, eine Silber- und eine Bronzemedaille verbuchte der Aachener Wasserspringer bei den Deutschen Meisterschaften in Leipzig. Je einmal Gold und Silber steuerte Uschi Freitag bei, zweimal Silber Pavlo Rozenberg. Mit einmal Bronze komplettierte Johannes Donay das Erfolgskonto des SV Neptun Aachen.
Ausgerechnet vom Ein-Meter-Brett, das er zuletzt im Wettkampf kaum gesprungen ist, schockte Klein zum Auftakt die Konkurrenz - auch wenn er im Finale denkbar knapp vor Rozenberg landete. Den Aachener Dreifach-Triumph komplettierte Johannes Donay. "Bei der Mannschafts-DM im Dezember habe ich schon vom niedrigen Brett gewonnen. International werde ich aus dieser Höhe aber eher nicht starten, das könnte zuviel werden", sagt der Allrounder, dessen stärkste Disziplin der Turm ist. Die Konkurrenz wird es gerne hören. "Das war ein absolut starkes Ergebnis von Sascha und mir. Wirklich schwer zu glauben, dass wir auf einem derart hohen Niveau so knapp beieinander liegen", grämte sich Brettspezialist Rozenberg nicht über Silber. "Mit der Punktzahl kann man bei der WM mit einer Medaille rechnen."
Auch vom Drei-Meter-Brett zogen die beiden Aachener in Vorkampf und Halbfinale der Konkurrenz davon. Doch nach dem Finale hatte Klein Bronze, und Rozenberg stand mit leeren Händen da. "Wir waren beide total müde. Der Wettkampf war so lang und von vielen technischen Störungen unterbrochen", erläuterte Rozenberg den Einbruch. Kleins Berliner Turm-Synchronpartner Patrick Hausding nutzte die Gunst der Stunde, und auch Stepahn Feck (Dresden) zog vorbei.
Vom Turm war Klein dagegen das Maß der Dinge, erhielt für seinen ersten Sprung, einen dreienhalbfachen Delfinsalto, gar dreimal die Höchstnote 10. "Die ersten drei Sprünge waren wirklich super, dann habe ich zwei Sprünge ein wenig nachgelassen, da hatte ich einige leichte Fehler beim Eintauchen", bleibt Klein gewohnt selbstkritisch. Ähnlich sah es bei Brett-Synchronspringen aus: Klein und Rozenberg dominierten die Konkurrenz, "aber im Finale fehlte uns im vierten Wettkampf der DM etwas die Kraft", so Klein. "Im Großen und Ganzen bin ich aber zufrieden." Dem schloss sich Rozenberg an.
Relativ zufrieden war auch Norman Becker, der in Leipzig auf seine stärkste Disziplin, das Turmspringen verzichtet hatte. "Ich habe im Moment vom Turm ein Kopfproblem mit den Schrauben, das ich erst in den Griff bekommen muss", gab er zu. Vom Brett zeigte er eine gute Leistung und belegte Platz 6. Für den Neptun-Nachwuchs, wie die beiden B-Jugendlichen Timo Barthel und Alexander Schäfer, war die offene DM auch ein Test. "Gerade die beiden haben ihre schweren Sprünge gezeigt", freute sich Andreas Becker über den Nachwuchs.
Weiter nach Rostock
Etabliert ist dagegen Uschi Freitag. Nach dem Überraschungs-Gold bei der Sommer-DM 2009 in Aachen vom Drei-Meter-Brett sicherte sie sich diesmal Gold vom Einer und legte noch Silber vom höheren Brett nach. "Diesmal bin ich nicht abgerutscht", sagt die Maastrichterin. Das war ihr bei der WM 2009 in Rom passiert. "Das Finale war ganz okay, aber es war trotzdem noch nicht die Top-Leistung, die ich zeigen wollte."
Nicht ganz so gut kam sie in den Drei-Meter-Wettkampf. Doch sie steigerte sich gewaltig. "304 Punkte sind mein zweitbestes Ergebnis bisher, nur bei der DM in Aachen war ich mit 324 Punkten besser", freute sich Freitag. Gestern ging es weiter nach Rostock, wo der Grand Prix ansteht und sie mit Klein und Rozenberg die Neptun-Farben vertritt.
Quelle: AN/AZ - Bericht von Helga Raue
[ Lesetipp: Top Sportlerin - Uschi Freitag ]
Der Aachener Timo Barthel gewinnt viermal Gold bei der Wasserspringer-DM in Halle. Zweimal Silber für Benedikt Donay, Bronze für Alexander Lube
Halle. Eigentlich könnte Alex Neufeld ja strahlen, doch der Trainer des SV Neptun Aachen sagt ohne Überheblichkeit: "Das geht sogar noch besser." Gerade eben hatten seine Schützlinge bei den Deutschen Jugendmeisterschaften der Wasserpringer in Halle sieben Medaillen geholt und Timo Barthel in seinem B-Jugend-Jahrgang gar von allen Höhen Gold gewonnen. Zweimal Silber steuerte Benedikt Donay bei, einmal Bronze ging an Alexander Lube.
"Timos Schwierigkeitsgrad ist schon sehr hoch, nur bei der Sauberkeit mangelt es noch ein wenig", war Neufeld trotz des Erfolges kritisch, denn um bei der Jugend-EM eine Chance zu haben, müssen vor allem die Pflichtsprünge sauber ins Wasser gebracht werden. "Wenn er nicht mindestens 200 Punkte in der Pflicht einfährt, kann er auch nichts mehr retten." Barthel, gerade Jahrgang 1996, hat viel Potential. "Er ist sehr vielseitig, hat eigentlich keine Schwäche. Irgendwann machte er mal einfach so den dreieinhalbfachen Salto rückwärts. Und kürzlich sogar den dreieinhalbfachen Auerbachsalto aus dem Anlauf heraus", plaudert Neufeld aus dem Nähkästchen. "Das ist in dem Alter großartig. Aber er ist im Kopf noch nicht so weit, ihn im Wettkampf zu springen. Bis zur EM-Qualifikation im Mai ist aber noch etwas Zeit".
Jahrgangs-Bronze vom Turm steuerte Alexander Lube (Jahrgang 1996) bei. "Er ist sehr sauber gesprungen, aber sein Schwierigkeitsgrad reicht noch nicht nach für ganz vorne", analysiert sein Trainer und fügt hinzu, "und für das Brett fehlt ihm noch etwas Körpergewicht." Mit dem höchsten Schwierigkeitsgrad vom Ein-Meter-Brett hatte Alex Schäfer (Jg. 1995) auf sich aufmerksam gemacht. "Er springt als Einziger einen zweinenhalbfachen Delfinsalto, aber im Wettkampf hatter er etwas Pech", so Neufeld. Die beiden Aachener werden wie auch Benedikt Donay zum deutschen Team beim Sechs-Nationen-Jugendländerkampf im französischen Bourg-en-Bresse (20./21. März) gehören.
"Ich habe Benedikt Donay gedroht, dass er aber nur fährt, wenn er seine Schwierigkeiten zeigt. Ohne den dreieinhalbfachen Salto bleibt er hier", wird Neufeld auf einmal energisch. Hintergrund: Donay (Jahrgang 1992) kann diesen Salto vorwärts vom Brett, aber "im Training will er ihn nie springen. Vom Ein-Meter-Brett hat er ihn in Halle gemacht, aber da war er natürlich ohne Training nicht gelungen", ärgerte sich Neufeld, denn so lag sein Schützling unnötig mit 90 Punkten Rückstand auf Martin Wolfram (Dresden) auf Platz 2. "Benedikt kann noch viel mehr, auch wenn er derzeit mit den Schrauben so seine Probleme hat. Bei der DM hat er keinen Schraubensprung gezeigt, mit Blick auf die EM muss er nun energisch daran arbeiten", fordert Neufeld. Auf den Turm-Wettkampf verzichtete Donay, da ihn erneut Schulterprobleme plagten.
Neufeld, der mit seinen Springern von Halle gleich zur Offenen DM nach Leipzig weiterreiste, meint: "Man muss schon sagen, alle diese Springer haben das, was ein guter Wassersparinger haben soll: Mut und die Möglichkeiten, etwas zu erreichen."
Bericht aus AN/AZ vom 17.2.2010 - Helga Raue
Sascha Klein, Benedikt Donay und Alexander Lube haben den Hallorenpokal nach Aachen geholt.
Herzlichen Glüchwunsch!
[Ergebnisse] [Regeln des Hallorenpokals] [Fotos von Torsten Hauptvogel]